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Start / Blog / Motorradunfall auf der L87
Aktuell · 27. September 2026

Motorradunfall auf der L87 bei Ottenhöfen.

Ein Autofahrer übersieht beim Einbiegen einen Motorradfahrer – der 59-Jährige wird schwer verletzt. Ein Unfall, wie er sich im Schwarzwald in jeder Saison wiederholt. Was er zeigt und was Betroffene jetzt wissen sollten.

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Was passiert ist

Samstagnachmittag im Achertal.

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Offenburg wollte am Samstagnachmittag, 26. September 2026, ein 34-jähriger Opel-Fahrer aus einer Seitenstraße auf die Landstraße L87 zwischen Kappelrodeck und Ottenhöfen einbiegen. Dabei übersah er einen vorfahrtsberechtigten 59-jährigen Motorradfahrer, der mit seiner Yamaha in Richtung Ottenhöfen unterwegs war. Es kam zum Zusammenstoß.

Der Motorradfahrer wurde schwer verletzt und in eine nahegelegene Klinik gebracht. Die L87 war während der Unfallaufnahme in beide Richtungen gesperrt. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 30.000 Euro. Die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang hat der Verkehrsdienst Baden-Baden übernommen.

Wir wünschen dem verletzten Motorradfahrer von Herzen eine schnelle und vollständige Genesung.

Einordnung

Übersehen – der Klassiker.

Einbiege- und Vorfahrtsunfälle gehören zu den häufigsten schweren Motorradunfällen überhaupt. Das Muster ist fast immer dasselbe: Ein Motorrad ist schmal, wird hinter Kurven, Hecken oder der A-Säule leicht verdeckt, und seine Geschwindigkeit wird aus dem Seitenblick unterschätzt. Der Autofahrer „hat es einfach nicht gesehen“.

Gerade die kurvenreichen Landstraßen im Schwarzwald – das Achertal ebenso wie die Strecken rund um Schramberg, Rottweil und das Kinzigtal – sind bei Motorradfahrern beliebt. Im Herbst kommen tiefstehende Sonne, nasses Laub und früh einsetzende Dämmerung hinzu. Wer mit dem Auto aus einer Einmündung kommt: lieber zweimal schauen und ein Motorrad lieber einmal zu viel vermuten.

Nach dem Unfall

Was Motorradfahrern zusteht.

Wer als Vorfahrtsberechtigter unverschuldet verunfallt, hat gegenüber der Kfz-Haftpflichtversicherung des Unfallgegners Anspruch auf Ersatz seines gesamten Schadens. Wie die Haftung im Einzelfall verteilt wird, klären Polizei, Versicherung und gegebenenfalls Gerichte – ein unabhängiges Gutachten ist dabei die wichtigste Beweisgrundlage für den Sachschaden.

Das Recht auf freie Gutachterwahl gilt auch beim Motorrad: Sie entscheiden, wer Ihr Fahrzeug begutachtet – nicht die gegnerische Versicherung. Die Kosten des Sachverständigen trägt bei unverschuldetem Unfall der Verursacher bzw. dessen Versicherung.

•

Motorrad

Reparaturkosten oder – bei Totalschaden – Wiederbeschaffungswert abzüglich Restwert, dazu eine mögliche merkantile Wertminderung.

•

Schutzkleidung

Helm, Kombi, Handschuhe, Stiefel und Protektoren werden ersetzt. Ein Helm gehört nach einem Sturz grundsätzlich ausgetauscht.

•

Ausfall & Nebenkosten

Nutzungsausfall oder Mietmotorrad, Abschlepp- und Standkosten, Gutachterkosten sowie eine Unkostenpauschale.

Aus der Praxis

Worauf wir beim Motorrad achten.

Beim Motorrad liegt der teure Schaden oft dort, wo man ihn nicht sieht. Rahmen, Gabel, Lenkkopflager, Felgen und Schwinge sind sicherheitsrelevant – schon kleine Verformungen machen einen Austausch nötig. Deshalb vermessen und prüfen wir diese Bauteile gezielt, statt nur Verkleidung und Anbauteile zu erfassen.

Ebenso wichtig: Zubehör und Umbauten wie Koffersysteme, Auspuffanlagen, Navigationshalter oder Sturzbügel gehören ins Gutachten. Und die Schutzkleidung wird mit aufgenommen – samt Fotos und Kaufbelegen, soweit vorhanden.

Bei Personenschäden wie in diesem Fall empfehlen wir zusätzlich einen Fachanwalt für Verkehrsrecht. Schmerzensgeld, Verdienstausfall und Heilbehandlungskosten sind eigene Ansprüche, die von Anfang an sauber dokumentiert werden sollten.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet.

Wer zahlt das Gutachten nach einem Motorradunfall?
Ist der Unfall unverschuldet, trägt die Kfz-Haftpflichtversicherung des Unfallgegners die Kosten des Sachverständigen. Bei Mithaftung werden die Kosten in der Regel anteilig übernommen.
Wird auch die Motorradbekleidung ersetzt?
Ja. Helm, Kombi, Handschuhe, Stiefel und Protektoren sind Teil des Sachschadens. Ein Helm sollte nach einem Sturz grundsätzlich ersetzt werden, auch wenn äußerlich kaum etwas zu sehen ist.
Warum ist ein Motorrad nach einem Unfall schnell ein Totalschaden?
Rahmen, Gabel und Lenkkopf sind sicherheitsrelevant. Schon geringe Verformungen können einen Austausch erfordern – die Reparaturkosten übersteigen dann schnell den Wiederbeschaffungswert.
Kann ich das Motorrad vor dem Gutachten reparieren oder verschrotten?
Nein. Das Fahrzeug sollte bis zur Begutachtung unverändert bleiben. Nur so lässt sich der Schaden vollständig und beweissicher feststellen.
Gerade passiert?

Wir kommen zu Ihnen.

Melden Sie den Unfall – wir begutachten Ihr Fahrzeug dort, wo es steht: an der Unfallstelle, in der Werkstatt oder bei Ihnen zu Hause.

0173 689 33 55Mo – Fr 6–22 Uhr · Sa & So 6–20 Uhr
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Quelle der Unfallangaben: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Offenburg („Ottenhöfen, L87 – Schwer verletzter Motorradfahrer nach Vorfahrtsverstoß“), veröffentlicht über presseportal.de. Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung.

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So finden Sie zu uns.

Sitz in Schramberg-Sulgen. Zur Schadenaufnahme kommen wir ohnehin zu Ihnen – vor Ort, in der Werkstatt oder zu Hause.

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Hauptsitz
Schwarzwald KFZ Gutachter
Sachverständigenbüro Deniz Selbes
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Erreichbarkeit
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